Die Salza in der Steiermark zählt zu den schönsten Raftingflüssen Österreichs. Sie entspringt nahe dem Wahlfahrtsort Maria Zell. Der Fluß ist weitgehend unverbaut. Lediglich bei der Preszeni Klause ist der Fluß aufgestaut. Dieser Staubereich ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als auf der Salza noch riesige Baumstämme mit Flössen zur Enns transportiert wurden. Zu dem Zweck wurde ein Wasserschwall aus der Preszeni Klause abgelassen, damit die Flösse ausreichend Wasser für die Fahrt hatten. Voraussetzung um ein Flösser werden zu können war, dass der Betreffende nicht schwimen konnte. Das galt für den Inhaber der Flösse als Garantie dafür das die Flösser das Holzfloß nicht ohne weiteres verlassen würden.
Die Zeiten haben sich zum Glück ins postive geändert, denn bei der heutigen Form der Flösserei mit Gästen – dem sogenannten Rafting – ist gerade diese Eigenschaft unbedingte Voraussetzung um ein Raftguide werden zu können. Der Raftguide braucht neben hervorragenden Schwimmkenntnissen auch ein umfangreiches Wissen über die Sicherungstechnik. Den Rafting Gästen soll das größtmögliche Maß an Sicherheit zukommen, das bei diesem Outdoor Sport möglich ist. Das wird unter anderem durch eine ausgereifte Wildwasser schutzausrüstung erreicht. Diese besteht aus Neoprenanzug, Neoprenjacke, Neoprenschuhe, zertifizierten Wildwasserhelm und eine genormten Schwimmweste. Auch beim Rafting Boot muß eine regelmäßige Überprüfung durch die Landesregierung durchgeführt werden. Der Raftguide breucht zusätzlich ein staatliches Schiffsführerpatent Raft. Erst dann darf er Touren mit Gästen durchführen. Das Raftingunternehmen braucht eine gültige Schifffahrtskonzession und eine Haftpflichtversicherung. Es müssen außerdem schriftliche Pachtverträge für die Ein – und Ausstiege am Fluß vorhanden sein. Kurzum – vorbei sind die wilden Zeiten der Flösserei. Was geblieben ist, sind herrliche Erlebnisse auf dem “wilden Wasser” der Salza.

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Von: Mr WordPress am Januar 29, 2010
um 1:25 pm